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Gefühlt wie immer

Wer die Spielberichte der 1. Mannschaft in den letzten Wochen - man muss traurigerweise fast schon sagen in den vergangenen eineinhalb Jahren - gelesen hat, kann sich schon fast denken, wie unser Heimspiel in der Landesliga am vergangenen Sonntag gegen Mühlacker ausgegangen ist. Genau, wieder mit 3,5 :4,5 verloren. Da tröstet es auch nur wenig, dass Mühlacker schon zuvor sehr souverän durch die Liga spaziert und zu den Aufstiegskandidaten gehört. Und dass die Niederlage durchaus noch höher hätte ausfallen können.
In den ersten zwei bis drei Stunden plätscherten alle Partien vor sich hin. Am meisten los war an Brett 3 bei Alexander Schlenga, dessen Gegner eine Qualität gegen ein oder zwei Bauern gab und Alexanders Stellung dadurch sehr luftig wurde. Als sein Gegner dann jedoch seinen verbliebenen Turm einsperren ließ, konnte Alexander mit einem Springer mehr in das Endspiel gehen. Das war immer noch nicht einfach und dauerte, aber am Ende reichte es zum Sieg. Bis zu diesem Zeitpunkt waren dann schon einige Entscheidungen gefallen: Hans van der Vegt einigte sich mit seiner Gegnerin auf Remis. Die Bretter 3 und 8 gingen leider an die Gegner. Durch eine zügige Abwicklung in ein gewonnenes Endspiel und anschließende Verwertung konnte Dr. Ludger Lautenschütz für einen kurzen Hoffnungsschimmer sorgen. Bei Dr. Markus Hötzel war sogar auch ein Sieg drin. In Zeitnot wurde der Gewinnzug aber ausgelassen, danach kräftig gepatzt und dann mit Glück noch eine Zugwiederholung erzwungen. Damit stand es also 3:3 bei noch zwei laufenden Partien. Da Brett 1 nicht gut für uns aussah, lag es an Frank Prskawetz an Brett 7. Leider vertauschte er bei einer Abwicklung zwei Züge und damit waren alle Gewinnchancen dahin. Sein Gegner sicherte mit seinem Remis dann den verdienten Mannschaftssieg für Mühlacker.
Durch den überraschenden Sieg von Slavija Karlsruhe bei unserem nächsten Gegner Birkenfeld (am 13. Dezember) liegen wir nur als Vorletzter auf einem Abstiegsplatz. Man muss kein Prophet sein, um zu behaupten, dass wir nur mit 3,5:4,5-Niederlagen absteigen werden.
Noch etwas niederschmetternder verlief der Sonntag für unsere zweite Mannschaft beim Auswärtsspiel in Hambrücken. Durch kurzfristige Absagen konnte man hier leider nur zu sechst antreten. Durch eine wahre Flut an schnellen Niederlagen war der Mannschaftskampf schon bald verloren. Lediglich Richard Samman konnte sich noch in ein Remis retten. Und am ausdauerndsten und kämpferischsten spielte Ivan Cernohorsky. Zwischendurch hatte er seinem Gegner Remis angeboten, was dieser abgelehnt hat. Später hat sein Gegner ihm Remis angeboten, was Ivan abgelehnt hat. Nach über 5 Stunden hartem Kampf hatte Ivan noch einen Läufer und einen Bauern, sein Gegner einen Springer und einen Bauern (auf der vorletzten Reihe, blockiert durch den Läufer). Ivan konnte seinen Bauer, geschützt durch seinen König vorantreiben, so dass sein Gegner einsah, dass er die Umwandlung nicht mehr aufhalten konnte. Am kommenden Spieltag steht das Duell gegen die ebenfalls noch sieglosen Ettlinger an. Zunächst muss es endlich einmal gelingen mit 8 Spielerinnen und Spielern anzutreten, dann verläuft so ein Mannschaftskampf ganz anders und vielleicht gibt es dann ein Erfolgserlebnis.
Unsere 3. Mannschaft spielte zu Hause gegen Pfinztal 3. Gleich zu Beginn konnte Veronika Leonhardt einen kampflosen Sieg verbuchen. Die anderen drei Bretter waren lange Zeit spannend und offen, doch lediglich Helmut Bernhard konnte seinen Gegner noch bezwingen. Damit endete das Spiel 2:2 unentschieden.
MH
 

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