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"Unabsteigbar?"
Die Ausgangslage für die 1. Mannschaft vor dem letzten Spieltag war klar: Bei einer Niederlage gegen die 2. Mannschaft aus Pforzheim, wäre der Abstieg aus der Landesliga besiegelt, da die Verfolger aus Pfinztal und Dielheim aufeinander trafen, und einer an uns vorbeigehen würde. Bei einem Unentschieden käme es auf das genaue Ergebnis eben jener Partie an, bei einem Sieg wäre alles klar für uns. Verlieren war also verboten.
Von einer entspannten Schlussrunde waren wir also weit entfernt, und es sollte sich noch gewaltig zuspitzen. Zunächst einmal traten die Pforzheimer, obwohl es für sie eigentlich um nichts mehr ging, mit einer guten Aufstellung und im Sinne der Fairness allen anderen Mannschaften gegenüber auch sehr motiviert an. Dementsprechend schnell, aus unserer Sicht viel zu schnell, konnten sie auch erste Erfolge erzielen und zwei Partien gewinnen. Um unsere Hoffnungen zu erhalten kamen dann die Siege von Frank Prskawetz und Dr. Klaus Schlenga bald darauf gerade recht. Doch dann fanden wir uns mit zwei weiteren Niederlagen zum 2:4 am Rande des Abgrunds. In den verbleibenden beiden Partien waren unsere Spieler zum Siegen verdammt. Ludger Lautenschütz hatte seine Vorteile zwischen der ersten und zweiten Zeitnotphase stetig ausbauen können. Seine Drohung, mit nur noch wenigen Minuten auf der Uhr, einen Bauern zur Dame umzuwanden bewegte seinen Gegner zur Aufgabe. Alles hing nun an der Partie von Denis Baudot am Spitzenbrett. Im Turmendspiel hatte jeder Spieler zwei Freibauern, doch Denis' König stand aktiver. Als Denis mit einem Bauer vorpreschte, versuchte sein Gegner ein Manöver, das gründlich misslang und seinen gefährlichsten Bauer kostete. Der Gegner gab sofort auf. 4:4 Unentschieden also. Da wir das Ergebnis aus der Parallelpartie Pfinztal gegen Dielheim 6,5:1,5 mitbekommen hatten, war klar, dass wir aufgrund von 2 mehr erzielten Brettpunkten vor Pfinztal auf dem rettenden 8. Platz ins Ziel kommen. Nach diesem Stress war es dann Zeit für den Biergarten des Andreasbräu.

Saisonfazit: Wir haben uns den Klassenerhalt wirklich selbst schwer gemacht. Gleich dreimal verloren wir mit 3,5:4,5, und viermal haben wir Unentschieden gespielt. In einem dieser Spiele nur ein mickriges Remis mehr, egal wann, und wir wären schon früher gerettet gewesen. Interessant ist, dass wir nach den beiden überlegenen Mannschaften in der Liga, dem Aufsteiger Ettlingen 2 - Glückwunsch hierzu - und KSF 2, die drittmeisten Brettpunkte geholt haben! Übrigens genauso viele wie Pforzheim, und die kamen am Ende auf den 3. Platz der Tabelle. Mit dieser guten Brettpunktausbeute werden auch die meisten unserer Spieler persönlich zufrieden sein. Hervorzuheben sind vielleicht Mannschaftsführer Hans van der Vegt mit 5,5 Punkten aus 9 Partien, Ludger Lautenschütz mit 5/7 sowie Dr. Klaus Schlenga und Frank Prskawetz mit jeweils 5/8.
MH

 

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